Betrug mit Solarmodulen

Das Geschäft mit Solaranlagen brummt derzeit und lockt betrügerische Trittbrettfahrer an. So hat die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg nun Anklage gegen zwei Männer aus dem Kreis Herford erhoben, denen vorgeworfen wird, zwischen Juni und November 2022 sieben betrügerische Online-Fake-Shops betrieben zu haben. Die Shops boten hochwertige Photovoltaikmodule gegen Vorkasse an, lieferten die bestellten Produkte aber nie (Quelle: https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/generalstaatsanwaltschaft/bamberg/presse/2023/15.php).

Die Cybercrime-Spezialisten identifizierten die beiden Tatverdächtigen und nahmen sie am 14. März 2023 fest. Während der 23-jährige Beschuldigte Mitte Juni unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, befindet sich der 21-jährige weiterhin in Haft.

Die Anklageschrift der Zentralstelle Cybercrime Bayern wirft den Männern vor, die Daten real existierender Firmen missbraucht zu haben, indem sie deren Internetauftritte imitierten. Die betroffenen sieben Plattformen, darunter prestige-solar.de und solar-boorberg.de, verursachten einen Gesamtschaden von etwa 401.000 EUR bei den getäuschten Kunden.

Die Anklage umfasst 132 Fälle des gewerbsmäßigen Betrugs, der für Erwachsene eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vorsieht. Zusätzlich wird dem 21-jährigen Angeklagten der Besitz kinderpornographischer Inhalte vorgeworfen, die auf seinen sichergestellten Mobiltelefonen gefunden wurden. Aufgrund des jugendlichen Alters eines der Beschuldigten zum Tatzeitpunkt erfolgte die Anklage vor einer Jugendkammer des Landgerichts Bamberg. Diese wird nun über die Zulassung der Anklageschrift und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden müssen.

Und nicht nur mit Einzelteilen, nein auch mit kompletten Solaranlagen wird Schindluder getrieben. So finden sich im Internet diverse Berichte über unseriöse Firmen (z.B. hier https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/solaranlagen-betrogene-kunden-durch-unserioese-firmen-photovoltaik-abzocke-report-mainz-100.html) oder falsche Berater (https://efahrer.chip.de/news/vorsicht-beim-solarkauf-so-tappen-sie-nicht-in-eine-betrugsfalle_107277).

Seien Sie daher bei der Suche nach einem Anbieter vorsichtig und checken Sie deren Webseite sowie die Berichte im Internet. Vertrauen Sie auf keinem Fall „windigen“ Vertretern, die Sie unaufgefordert beispielsweise per Mail oder Telefon kontaktieren. Nutzen Sie Vergleichsplattformen. Als Geheimtipp können wir Ihnen die PLAN-B NET ZERO PHOTOVOLTAIC-SYSTEMS empfehlen, die aktuell dabei ist, den Markt mit ihrem Energy as a Service-Konzept zu revolutionieren.