Hass auf den Pfarrer

Der 46-jährige katholische Pfarrer Andreas L. soll im Gefängnis zusammengeschlagen worden sein.

In der Aufnahmestation der JVA Braunschweig soll er in seiner offenen Zelle von Mitinsassen beschimpft und anschließend verprügelt worden sein. Das bestätigte die Staatsanwältin Seel. Der Vorfall soll sich Montagabend zugetragen haben. Andreas L. wurde deshalb in eine andere Zelle verlegt, die sicherer sein soll. Nach und nach kommen nun Einzelheiten über die Missbrauchsvorfälle ans Licht. So soll der Pfarrer Ende Juni eine Abmahnung vom Bistum erhalten haben, weil er erneut Kontakt zu einem Jungen aufnahm, zu dem er sich 2006 ins Bett gelegt hatte. 2007 soll sich außerdem ein 25-jähriger junger Mann in der Wohnung von Andreas L. das Leben genommen haben-inwiefern der Pfarrer selbst etwas damit zu tun hat, wird derzeit noch untersucht. Die Frage ist doch aber, ob bei so einem offensichtlich so kranken Mann wie Herrn L. eine einfache “Abmahnung” oder eine Drohung mit Disziplinarmaßnahmen ausreicht. Es ist sowieso absolut unverständlich, weshalb die Kirchenleitung den Pfarrer die ganze Zeit weiter hat arbeiten lassen, obwohl sie von seiner Neigung wussten. Wie viele Kinder Andreas L. tatsächlich missbraucht hat, warum die Kirchenleitung nicht schon viel früher gehandelt hat und wie viele Leben er letztlich damit zerstört hat, wird wahrscheinlich irgendwann feststehen…sofern man nicht wieder versucht, zu vertuschen und die Opfer mit Geld zum Schweigen zu bringen.